Elisabeth Scharfenberg, Mitglied im Deutschen Bundestag

Mitglied im Deutschen Bundestag

Kinder in Fukushima vor Radioaktivität schützen - Grüne sammeln Spenden

Anlässlich des Trommelkonzertes zum Gedenken an die Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima

24.11.2011

Anlässlich des Trommelkonzertes zum Gedenken an die Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima am vergangenen Samstag erklären Elisabeth Scharfenberg MdB, Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik, und Christine Schoerner, Vorstandsmitglied der Hofer Grünen:

Unter dem Motto „Gestern Tschernobyl, heute Fukushima, und morgen?“ erinnerten die Hofer Grünen am vergangenen Samstag an die Atomkatastrophe von Fukushima. Mit einem temperamentvollen Konzert mit japanischen Trommeln und Schwertkampftanz brachten die Musiker Claudia Fried und Bruce Werber den 120 Gästen Japan ein wenig näher.

Der Anlass für die Einladung des Hofer Kreisverbandes zum Benefizkonzert, so erläuterte Vorstandsmitglied Christine Schoerner, ist die Tatsache, dass auch fast neun Monate nach der Katastrophe die Folgen längst nicht bewältigt sind. Im Gegenteil, die Kernschmelze in den Reaktoren ist noch nicht gestoppt und trotz der gewaltigen Kraftanstrengung der Menschen vor Ort steht der Wiederaufbau noch ganz am Anfang, erklärte Elisabeth Scharfenberg MdB. Das größte Problem ist dabei eine radioaktive Verseuchung von unvorstellbarem Ausmaß. Doch die Behörden vor Ort scheinen die Strahlengefährdung immer noch zu unterschätzen.

In der Krisenregion wurden etwa Kindergärten und Schulen schon nach kurzer Zeit als unbedenklich erklärt und wieder eröffnet. Schulsport soll ungeachtet der Strahlenbelastung weiter im Freien stattfinden. Das japanische Erziehungsministerium setzte die Strahlendosis, der Kinder in Schulen und Kindergärten ausgesetzt sein dürfen, sehr hoch an. Die Dosis kann sich über das Jahr zur Höchstdosis summieren, die für Mitarbeiter in einem deutschen Atomkraftwerk zulässig ist. Für Kinder, die viel strahlenempfindlicher und damit anfälliger für Krebserkrankungen sind, ist diese Dosis viel zu hoch. Eltern und Lehrer ahnen die Gefahr und sehen sichmit der Ungewissheit alleine gelassen. Man ist auf Informationen zum Beispiel von Organisationen wie „Fukuro no kai“ angewiesen.

Diese Organisation ist parteiunabhängig. Sie hat bereits mehrere Untersuchungen auf Strahlenbelastungen bei Kindern in der Region von Fukushima durchgeführt. „Fukuro no kai“ will erreichen, dass Kinder sofort evakuiert werden, wenn Werte über 0,6 Millisievert erreicht werden. Da radioaktive Stoffe sowohl über die Atemluft wie über die Nahrung aufgenommen, will die Organisation regelmäßige Messungen von Lebensmitteln durchführen. „Fukuro no kai“ – die Organisation heißt übrigens übersetzt „die Eulen“ – setzt dort an, wo es jetzt am dringendsten ist“, erklärt Elisabeth Scharfenberg. „Ich freue mich sehr, dass wirmit einer Spende von 400,- Euro, die wir dem Trommelkonzert eingenommen haben, die Arbeit der „Eulen“ von hieraus unterstützen und dazu beitragen können, dass die Kinder in der betroffenen Region den Schutz vor Radioaktivität erhalten, den sie brauchen um gesund aufzuwachsen.“

Der Hofer Kreisverband nimmt auch gerne weitere Spenden entgegen.
Bitte richten Sie Ihre Spende für „Fukuro no kai“ an:
Kontoinhaber: Kreisverband Bündnis90/Die Grünen Hof
Kontonummer: 190 676 627
Bankleitzahl: Sparkasse Hochfranken, 780 500 00
Verwendungstext: Unterstützung für Fukushima

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