Elisabeth Scharfenberg, Mitglied im Deutschen Bundestag

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15 Millionen Waisenkinder weltweit brauchen Schutz, Bildung und medizinische Versorgung

Pressemitteilung vom 01.12.2005.

01.12.2005

Anlässlich des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember erklärt Elisabeth Scharfenberg, MdB, und pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

15 Millionen Waisenkinder weltweit brauchen Schutz, Bildung und medizinische Versorgung

Der heutige Tag sollte für uns alle Anlass sein uns die humanitäre Tragödie, die die tödliche Immunschwächeerkrankung AIDS darstellt, ins Bewusstsein zu rufen. Noch immer infizieren sich täglich junge Menschen. Fünf Millionen Neuinfektionen sind es 2005. Drei Millionen Menschen, darunter fünfhunderttausend Kinder, starben in diesem Jahr an den Folgen von AIDS. Besonders betroffen sind die Länder südlich der Sahara. Dort sterben ganze Generationen junger Erwachsener und hinterlassen Kinder, die traumatisiert von Tod der Eltern, bedroht von Gewalt, Hunger, Krankheit und ohne Schuldbildung keine Perspektive für die Zukunft haben. UNICEF spricht von 15 Millionen Aidswaisen weltweit. Als einziger Lichtblick stellt der gemeinsame Bericht der UNO-Hilfsorganisation UNAIDS und der Weltgesundheitsorganisation WTO fest, dass dort wo Aufklärungskampagnen gefruchtet haben die Infektionsrate gesunken ist.

Für die Aidswaisen ist Bildung der einzige Ausweg aus dem Teufelskreis von Armut und Schutzlosigkeit. Darum muss das oberstes Ziel sein: Schulbildung für alle Kinder. Nur so kann gezielt Aufklärung über die Übertragungswege geleistet werden. Diese Kinder brauchen außerdem Schutzräume, in denen sie gewaltfrei aufwachsen können. Zudem fehlt bisher eine medizinische Forschung für aidskranke Kinder. Die Pharmakonzerne müssen mehr kindgerechte und preiswerte Medikamente stellen. Programme für die Behandlung HIV-positiver Mütter mit dem Mittel Nevirapin sind dringend erforderlich, damit die Übertragungsgefahr auf das Neugeborene reduziert werden kann.

AIDS ist tödlich und AIDS ist überall. Nur mit einer gemeinsamen Anstrengung der Vereinten Nationen, der Landesregierungen, von Hilfsorganisationen und den Spenden vieler einzelner kann es gelingen die Tragödie wenigstens einzugrenzen. Der in Selb ansässige Förderverein "Leben und Lernen in Kenia" hat sich zur Aufgabe gemacht den Schulbesuch und die medizinische Versorgung für bedürftigen Kindern und Jugendlichen in Kenia, besonders von Straßenkindern und Waisen, zu ermöglichen und Wohnunterkünfte zu schaffen. Der Verein, dessen Arbeit ich unterstützte, veranstaltet am 1.12.05 um 18:30 Uhr im Kinocenter Selb eine Informationsveranstaltung zum Thema "AIDS geht uns alle was an".

Das Spendenkonto des Vereins lautet:Leben und Lernen in Kenia e.V.Sparkasse FichtelgebirgeBLZ: 780 550 50Kto. Nr.: 200 72 114

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